Wohngruppe Mädchen


Die intensive Mädchenwohngruppe bietet Platz für 6 Mädchen ab 14 Jahre, die durch die verschiedensten Störfaktoren belastet und in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind.

Schwerpunkte der intensiven pädagogischen Betreuung sind die Entwicklung der Persönlichkeit, des Selbst- bewusstseins sowie sozialer Kompetenzen. Die Mädchen erhalten z. B. Unterstützung im Erlernen eines sozialen Zusammenlebens, Hilfe bei der Strukturierung des Alltags sowie mädchenspezifisch bei der Bewältigung von traumatischen Gewalt- bzw. Missbrauchserlebnissen.

  • Soziale Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter (soziale Verwahrlosung, Aggressivität, Straffälligkeit)
  • Schulische Probleme
  • Gewalt- und Missbrauchserlebnisse
  • Kurzfristige familiäre Krisenintervention
Die intensive Mädchenwohngruppe ist ein vollstationäres Jugendhilfeangebot. Als Rechtsgrundlage dienen die §§ 34 ff SGB VIII. Das Zusammenleben in der Wohngruppe bietet einen schützenden Rahmen mit verbindlichen Regeln, der den Mädchen Halt, Zugehörigkeit und Orientierung geben kann. Eine hohe Betreuungs- und Versorgungsdichte ermöglicht es, den Mädchen bei der Bewältigung umfassender sozialer Defizite intensiv zu begegnen.

Neben der Begleitung in Alltag, Schule und Beruf stehen vor allem mädchenspezifische Themen und Probleme im Vordergrund. So sind u. a. die Bearbeitung von Grenzüberschreitungen und Missbrauchssituationen, die Entwicklung eines positiven Körpergefühls und die Persönlichkeitsentwicklung als Schwerpunkte zu nennen.
Flankierende Maßnahmen wie eine zeitweise Beschulung im einrichtungsinternen Lernprojekt oder die Förderung von handwerklichen und musischen Fähigkeiten in der einrichtungsinternen Werkstatt unterstützen die Leistungsbereitschaft und die Einbindung des jungen Menschen in Sinn stiftende, Struktur gebende Beschäftigung.

Junge Mädchen, die in unserer Wohngruppe aufgenommen werden, benötigen aufgrund ihrer bisherigen Lebensgeschichte sowohl Zuwendung und Verständnis als auch klare Grenzen und Beharrlichkeit. Die Chancen der Wohngruppe liegen somit in fürsorglichen, überschaubaren und verlässlichen Beziehungen innerhalb eines Betreuungsalltags, der aber auch feste Grenzen hat. Wir ergänzen diese durch Hilfestellungen für Freizeit (Sportangebote, Handwerken), Schule (gemeinsames Lernen) und Gemeinschaft (Gruppenrat, Mädchenabende, verbindliche Gruppen- aktivitäten, Sommerfreizeiten, Anti-Aggressionskurse), die das Zugehörigkeits- und das Selbstwertgefühl ebenso fördern wie den Wunsch, einen Gemeinschaftsbeitrag zu leisten.