Dresden/Bärnsdorf


Die Jungenwohngruppe und das Betreute Wohnen Bärnsdorf des Trägers liegt am Rand der mit 1.000 Einwohnern sehr kleinen Gemeinde. Die ländliche Gemeinde erstreckt sich nur über wenige Straßenzüge und ist von der Nähe zu mehreren Seen, Teichen und zum Wald geprägt.
Bärnsdorf befindet sich am erweiterten Stadtrand nördlich von Dresden, zwischen Moritzburg (8.000 Einwohner) und Radeburg (8.000 Einwohner), ca. 8 km von Dresden (480.000 Einwohner) entfernt. Die relative Abgeschiedenheit bei gleichzeitig guter Erreichbarkeit der Stadt Dresden mit der dort entsprechend zur Verfügung stehenden Infrastruktur bietet eine gute Voraussetzung, um Jugendlichen den nötigen Ruheraum zu bieten.

Zu den Freizeitangeboten der Gemeinde gehören Reitsport- und Fußballvereine. Zudem hat Bärnsdorf einen eigenen Jugendtreff. In der Region gibt es außerdem Hallen- und Freibäder sowie weitere Sportvereine.

Die Arbeitsmarktlage in den neuen Bundesländern ist bekanntermaßen unter dem Bundesdurchschnitt, wobei der Standort Dresden über dem regionalen Durchschnitt liegt. Berufliche Förderungen durch das Arbeitsamt sind gut möglich, so dass gute Ausbildungschancen gegeben sind.

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist nur 2 km vom Haus entfernt. Ein Bahnhof der Bundesbahn ist nur wenige Minuten zu Fuß entfernt.

Aufgenommen werden männliche Jugendliche bzw. junge Erwachsene ab dem 12. Lebensjahr. Es handelt sich um junge Menschen,

• bei denen eine dem Wohl des jungen Menschen entsprechende Erziehung in der Primärfamilie nicht mehr gewährleistet ist

• bei welchen eine seelische Behinderung vorliegt oder prognostiziert wird

• zu deren Entwicklung dramatisch inszenierte Krisen gehören können

• die durch Verzögerungen bzw. Störungen in der Entwicklung belastet sind

• für die eine intensive sozialpädagogische Betreuung geeignet und notwendig erscheint

Gemäß dem SGB VIII (§§ 34, 35, 35a, 41) werden 6 intensiv betreute Plätze angeboten. Die Aufnahmen erfolgen i.d.R. durch zuweisende Jugendämter.

Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr sind unsere Fachkräfte im Einsatz.
Wir betreuen nach ganzheitlichen pädagogischen Grundlagen nach einem Dienstplan, der es uns erlaubt im Alltag für 6 Jungen, ihren Eltern und unseren Kooperationspartnern zur Verfügung zu stehen.

Die Pädagogischen Leistungen bestehen aus:

• Intensiver Beziehungsarbeit
• individueller Betreuungszeiten
• Einzelgespräche
• Individueller Förderung der Bildung und der sozialen Kompetenz
• Anleitung bei handwerklichen Tätigkeiten
• Regelmäßiges Erstellen von Entwicklungsberichten
• Beteiligung bei Hilfeplangesprächen
• Hygieneerziehung
• Trainieren von hauswirtschaftlichen und alltagspraktischen Fähigkeiten
• Trainieren von soziokulturellen Fertigkeiten

Die Heranwachsenden sollen insbesondere befähigt werden

• Sich als Mensch zu begreifen, der stets Entscheidungsmöglichkeiten hat und der tatsächlich ständig Entscheidungen trifft
• Damit einhergehend vorhandene Opferhaltungen aufzugeben
• Destruktive Schuldzuweisungen und Verbalisierungen aufzugeben
• Die eigenen Handlungsmöglichkeiten immer neu zu überprüfen und somit zu erweitern
• Den emotionalen Zugang zu sich selbst und zu anderen trainieren
• Das eigene Therapieverständnis (und damit die Therapiebereitschaft) zu verbessern, welches alters- und geschlechtsbedingt von cooler Abwehr, von Misstrauen, Unlust und Angst geprägt ist.
• Gewalt- und drogenfreie Konfliktlösungsstrategien entwickeln
• Die eigenen Stärken zu erkennen, zu formulieren und mehr und mehr in den Vordergrund zu rücken
• Positive Arbeitsbündnisse für die weitere Gestaltung der eigenen Jugendhilfe mit uns und anderen zu entwickeln
• Das eigene Bedürfnis nach Zugehörigkeit zuzulassen und Zugehörigkeit zu erleben


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