Unsere Leistungen


Fragt man die Jugendlichen , so werden Sie antworten, dass mit Beginn ihrer Pubertät die Eltern schwierig wurden… Nervige Eltern, ätzende Lehrer, blöde Schule – manchmal will man einfach nur weg.
Oder sich wehren. Jugendliche, die auf der Suche nach dem Glück enttäuscht und sich alleine fühlen, machen auf sich aufmerksam: z. B. mit Gewalt, Schulversagen, Straffälligkeit oder auch Suchtverhalten.
Die Gruppen und Betreuungsstellen des Jugendhilfeträgers Coccius sind darauf ausgerichtet defizitäre Entwicklungen aufzufangen, um in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, vor allem den Eltern, den jungen Menschen neue Orientierungen und Chancen zu bieten.

Unsere langjährige Erfahrung, unser know-how und nicht zuletzt unser persönliches Engagement in der Arbeit sind fast eine Garantie bei bislang verzwickten Verläufen Perspektiven zu entwickeln. Der respektvolle Umgang mit den Betroffenen, die Wertschätzung und Akzeptanz bisheriger Lebenswege der Jugendlichen und deren Familien sind Grundlagen unserer Professionalität.

Rückmeldungen von ehemaligen Jugendlichen zeigen, dass wir mit unserer Haltung und langjährigen Erfahrung auf dem richtigen Weg sind:

„Für meine Eltern war ich immer nur ein Störenfried, ich wurde abgelehnt und geschlagen. Erst bei Coccius hat sich endlich mal wirklich jemand für mich interessiert. Heute weiß ich, dass ich was wert bin und was kann. Meinen Hauptschulabschluss hab ich locker geschafft, das hätte ich mir vor 2 Jahren niemals vorstellen können.“
Alexander, 16 Jahre.

„Ich bin total froh, dass ich nicht irgendwo hin gesteckt worden bin, sondern mich für Coccius entscheiden konnte. Auf so ein normales Heim hätte ich nämlich überhaupt kein Bock gehabt. Aber viele wissen gar nicht, dass sie das Recht auf Mitbestimmung haben. Ist aber so – unsere Wünsche müssen bei der Unterbringung berücksichtigt werden.“
Laura, 14 Jahre.

Kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen. Alle Eltern haben bei der Kindererziehung schwierige Situationen zu bewältigen, sind von ihrem Nachwuchs auch mal genervt oder machen sich Sorgen über dessen Entwicklung. Probleme gehören also dazu.
Kritisch wird es allerdings dann, wenn die schwierigen Situationen Überhand nehmen und nicht mehr bewältigt werden können. Treffen Erziehungsprobleme mit anderen Belastungen wie z.B. Krankheit und/oder Arbeitslosigkeit eines oder beider Elternteile, finanzielle Probleme, Schwierigkeiten in der Ehe zusammen, ist es völlig verständlich, wenn sich Eltern mit der Erziehungsarbeit überfordert fühlen. Dann ist professionelle Unterstützung gefragt, damit das Familienleben wieder besser funktioniert.

Alle Hilfeangebote des Jugendhilfeträgers Coccius leisten intensive Elternarbeit und berücksichtigen die elementare Bedeutung der Eltern für die Identitätsentwicklung des jungen Menschen. Wir entlasten, unterstützen und beraten bei Erziehungsfragen und -aufgaben. Mit Hilfe der systemischen Familientherapie aktivieren wir das familieneigene Potenzial zur Veränderung und fördern es. Bestehende Kommunikationsmuster, Regeln, Organisationen und Hierarchien innerhalb der Familie werden Gegenstand der Arbeit. Dabei kommt es nicht darauf an, Schuldige zu finden, sondern Möglichkeiten, dysfunktionale, alte Verhaltensweisen durch funktionale neue zu ersetzen. Diese ermöglichen größere Gesprächsbereitschaft, eine höhere Bindungsfähigkeit, die Sicherstellung eines erfolgreichen Ablösungsprozesses und generell neue Perspektiven.

Das Jugendamt verhilft Eltern bzw. Personensorgeberechtigten zu ihrem gesetzlich verankertem Recht auf Hilfe zur Erziehung (§ 27 SGB VIII).
Die Aufgabe besteht nicht nur darin, zu beraten, zu betreuen und Leistungen zu gewähren, sondern auch über das Wohl des Kindes zu wachen. Dieser Auftrag ist in § 37 SGB VIII Absatz 3 geregelt: Das Jugendamt soll den Erfordernissen des Einzelfalls entsprechend an Ort und Stelle überprüfen, ob die Pflegeperson eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen förderliche Erziehung gewährleistet.

Um dieser Aufgabe zu genügen hilft der vorgeschriebene Hilfeplan. Er ist ein wichtiges Instrument zur Wahrnehmung der Kontrollfunktion des Jugendamtes: Hier werden alle Vereinbarungen und Entwicklungen festgehalten und in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben. Für uns verdeutlicht der Hilfeplan das Heranwachsen des jungen Menschen als Prozess, in dem alle Beteiligten eine Rolle in einem Team spielen. Wir achten stets auf konstruktive Auseinandersetzung, das ist unser Anspruch. Gemeinsam werden der zeitliche Rahmen und einzelne Verantwortungsbereiche festgelegt, wobei der tatsächliche Verlauf der Maßnahme dem individuellen Bedarf angepasst wird. Diese Flexibilität, das engmaschige Informationsnetz unserer Abteilungen und die ganzheitliche Betrachtung sichern die Zielerreichung.

Besonders wichtig ist uns eine enge und transparente Zusammenarbeit mit den Jugendämter. Ebenso wie eine konstruktive und zeitnahe Rückmeldung und Kommunikation. Im Fokus der gemeinsamen Arbeit steht die wertschätzende, ressourcen- und lösungsorientierte und zielführende Hilfegestaltung zum Wohl und im Sinne des Klienten.

 

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